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The Jungle Book (2016)

Hallo ihr Filmverrückten! 🙂

Natürlich kann man im Oktober nicht immer zum Horrorbuch oder -film greifen, manchmal muss halt auch was herzliches und fröhliches her!

Die Neuverfilmung des Dschungelbuches wäre wahrscheinlich völlig an mir vorbeigegangen, hätte meine beste Freundin den Film nicht schon zufällig zuhause auf DVD gehabt. Zusammen haben wir uns dann am Samstag auf die Reise nach Indien begeben!

Zum Inhalt:

Der Menschenjunge Mogli wächst,  nachdem sein Vater von einem Tiger getötet wurde, allein unter Tieren im Dschungel auf. Eine Wolfsfamilie und ein Panther namens Baghira nehmen sich seiner an. Als jedoch Tiger Shir-Khan Jagd auf das Menschenkind macht, muss Mogli fliehen…

Nun gebe ich erstmal meinen Senf zur Optik des Filmes ab, denn die ist wirklich super! Die Tiere, der Dschungel, alles sieht (fast) wie echt aus und man muss sich wirklich manchmal kneifen und sich daran erinnern, dass Neel Sethi der einzige Real-Darsteller in dem Streifen ist.

Der Dschungel wirkt unglaublich lebendig und bunt, man weiß manchmal gar nicht, wohin man zuerst schauen soll… es gibt soviel zu sehen…!

So, genug der Lorbeeren, wie spitzenmässig denn die Grafik war (oh ja, das war sie), denn jetzt kommen meine Gedanken zum Rest des Filmes und die fallen weniger schön aus.

Das größte Manko erst einmal vorweg: Dem Film fehlt jeglicher Charme. Den Originalfilm habe ich leider erst vor ein paar Jahren zum ersten Mal geschaut, konnte aber verstehen, warum meine Freundin ihn schon seit ihrer Kindheit liebt. Er ist herzlich, spannend und versprüht einfach Wärme. Die Lieder im Film, gewisse Szenen wie die Elefantenparade, das alles ist halt das Dschungelbuch und wenn man sich den Film zusammen mit der Familie oder seinen Freunden anschauen würde, dann würde man vielleicht zusammen ein paar Lieder mitträllern.

Die Neuverfilmung ist jedoch ein digitalisiertes „künstliches“ Dschungelbuch, in dem zwar alle Charaktere aus dem Original dabei sind, manche aber eine so untergeordnete Rolle spielen, dass ich mich gefragt habe, warum sie überhaupt erwähnt wurden.

Die FSK-Einstufung ab 6 Jahren fand ich unverschämt, denn es gab ein paar Szenen, die ich recht gruselig für Kinder einstufen würde. Der 10-jährige Sohn meiner Freundin hat im Kino bei eben diesen Szenen weggeguckt, wie wird es dann erst einem 6-jährigen ergehen?

Die Sprache wurde im Jungle Book anscheinend einer jugendlichen Auffrischung unterzogen, denn Worte wie „Alter flatterten auf einmal über den Bildschirm. Ich habe nichts gegen Generalüberholungen, wenn sie denn passend sind. Aber wäre das im Sinne von Rudyard Kipling gewesen? MacBeth lässt man doch auch nun mal so, wie er ist.

Mein letzter Kritikpunkt hat dann auch leider die deutsche Synchro getroffen. Warum man bei so einem Film nicht auf geschulte Synchronsprecher setzt, sondern deutsche Schauspieler á la Armin Rohde und  Joachim Król ans Mikro lässt, die jegliche Texte einfach runterleiern, ohne Gefühl, ohne Höhen und Tiefen, ist mir wirklich ein Rätsel. Da werde ich mir sicherlich den Film noch mal im Original anschauen, nur um zu sehen, ob es Ben Kingsley und Idris Elba besser können.

Genug des Gemeckers, jetzt bin ich fertig! 🙂

Ich bin nur so unheimlich enttäuscht, denn letzten Endes ist „The Jungle Book“ zwar ein Film für’s Auge, nicht aber für’s Herz geworden.

Habt einen schönen Tag! 🙂

Eure Mel

 

 

 

 

 

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5 Kommentare zu „The Jungle Book (2016)

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